Urlaub mit Kindern

4. September 2017

Märchen & Freizeitspaß im Spessart

von der niederländischen Blogger-Familie Kuipers-van der Meer

Der Spessart ist ein waldreiches Mittelgebirge im Grenzraum von Hessen und Bayern. Hier liegen die Städte Hanau und Steinau an der Straße, wo die Brüder Grimm geboren und aufgewachsen sind. In einem Urlaub mit Kindern kann man viele abwechslungsreiche Aktivitäten unternehmen.
Der Spessart war unsere zweite Station in unserem Urlaub in Hessen. In Gelnhausen wurden wir von zwei Mitarbeiterinnen von Spessart Tourismus empfangen. Sie erzählten uns viel über die Region und die verschiedenen Aktivitäten, die man hier unternehmen kann. Und über die besonderen Nächte, die uns erwarten werden.
Natürlich gingen wir auf die Suche nach den Brüder Grimm Märchen. Aber beginnen wir mit mit unserem Ausflug in den Wildpark…

Wildpark „Alte Fasanerie“

In Deutschland gibt es viele von den sogenannten Wildparks. Es ist eine Art Zoo mit einheimischen Tieren. Und es gibt hier viel mehr Platz für die Tiere als in traditionellen Zoos. Der Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau ist in große, eingezäunte Waldflächen aufgeteilt. Hier leben u.a. Bisons, Wildschweine, Hirsche und Elche. Es gibt auch Quartiere für Wölfe und Luchse.
Es ist heute sehr heiß. Zum Glück bieten die Bäume etwas Schatten. Doch für die Greifvögel ist die Hitze nichts. Die Greifvogel-Show, die es sonst im Wildpark zu sehen gibt, wird leider abgesagt. ist Wir sehen uns noch ein paar kleinere Tiere an und machen uns auf den Weg zu unserer nächsten erfrischenden Station.

Abkühlung mit Stand Up Paddling

Am Kinzigsee in Langenselbold ist es recht voll und es ist nicht einfach einen Parkplatz zu finden.
Sobald wir erstmal drinnen sind, gehen wir auf die Suche nach Moritz Martin von Sensosports. Er lehrt uns, wie man im Stehen paddelt: Stand Up Paddling. Wir haben erwartet, dass es recht einfach ist. Doch anfänglich fallen wir häufig ins Wasser. Die Boards sind breit und stabil, aber mit Luft gefüllt. Das macht es ein bisschen schwieriger darauf zu balancieren.
Unsere Söhne Zeb und Tycho lieben es. Sie haben den größten Spaß und versuchen, sich gegenseitig wegzudrängen. Sie lieben es auch selbst zu paddeln, besonders wenn Moritz ihnen Übungen und Tricks auf dem Brett erlaubt. Es ist auch eine wunderbare Abkühlung bei diesem heißen Wetter, wenn man ab und zu ins Wasser fällt. Doch nach 1 ½ Stunden haben wir genug…

Ein besonderes Hotel in Ronneburg

Es ist an der Zeit, unser Hotel für die nächsten zwei Nächte aufzusuchen und das ist ein besonderes Hotel… Wir fahren zum Jugendzentrum Ronneburg, in der Nähe der gleichnamigen Burg. Das Röhrenhotel ist hier vor kurzem eröffnet worden. Dieses besteht aus 5 großen Betonröhren, in denen Betten platziert sind.
Der Platz in den Röhren ist etwas begrenzt. Drumherum dagegen ist Platz genug. Große Sportplätze, eine Sporthalle mit Schwimmbad und große Umkleideräume sind in unmittelbarer Nähe. Wenn man auf der Suche nach einer einfachen Unterkunft ist, ähnlich wie ein kleines Zelt auf einem Campingplatz, ist das Röhrenhotel eine gute Wahl. Wie auf einem Campingplatz auch, muss man in ein anders Gebäude, um zu duschen und auf die Toilette zu gehen. Die Einrichtungen machten einen sehr gepflegten Eindruck. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit.

Am Abend gibt es ein Brotbuffet. Gluteinfreies Brot für Tycho gibt es dort leider nicht, so dass wir uns in ein Restaurant in einem Dorf in der Nähe aufmachen.
Am Abend kehren wir in unsere „Röhren“ zurück. Gerade rechtzeitig, denn auf die große Hitze am Tag folgt ein Gewitter. Es ist ganz schön laut, doch die Röhren bieten uns Schutz. Die Abkühlung ist mehr als willkommen. Dennoch ist es immer noch sehr warm, als wir zu Bett gehen.

Märchen in Steinau an der Straße

Am nächsten Tag ist ein Besuch in Steinau geplant. Es ist eine sehr schöne Stadt. Dort gibt es Fachwerkhäuser, einen schönen Platz und ein Schloss im Stadtzentrum. Aber in erster Linie sind wir hier wegen des Brüder Grimm Haus. Dieses Museum wurde in dem Gebäude errichtet, in dem die Gebrüder Grimm aufgewachsen sind. Es ist ein traditionelles Museum mit vielen Informationen über die beiden Brüder. Und auch über den dritten Bruder Ludwig Emil, der ein begnadeter Zeichner war. Im ersten Stock ist es Zeit für Märchen. Hier können wir Märchen erraten. Wir scheinen sehr viel darüber zu wissen.
In anderen Räumen können wir uns Märchen anhören und sehen viele Besonderheiten über Märchen, die über die Jahre gesammelt wurden.
In einem anderen Gebäude befindet sich das Museum der alten Frankfurt-Leipzig-Straße, die noch von Kutschen befahren wurde. Steinau war eine der 13 Stationen auf der Strecke, wo man sich vor Einbruch der Dunkelheit innerhalb der Stadtmauer einfinden musste. Sehr interessant zu entdecken, wie man damals reiste.
Nach dem Museumsbesuch machen wir einen Rundgang durch das Dorf. Am Märchenbrunnen spritzen wir uns gegenseitig nass. Und im Schloss begegnen wir einer Person, die als gestiefelter Kater verkleidet ist und uns eine Führung gibt. Danach genießen wir eine nette Mahlzeit in einem der Restaurants.

Die Teufelshöhlen

Am Nachmittag besuchen wir eine weitere Attraktion von Steinau: die Teufelshöhle. Dies ist die einzige Tropfsteinhöhle Hessens. Mit Helmen und Jacken ausgestattet, folgen wir dem Guide.
In den kleinen Höhlen hören wir Geschichten über die Entdeckung der Höhlen und bekommen Infos über Fledermäuse, Stalagmiten und Stalaktiten.

Die schöne Burg von Ronneburg

Unsere letzte Aktivität im Spessart ist ein Besuch der Burg Ronneburg. Wir haben diese schöne Burg vom Jugendzentrum aus schon auf dem Gipfel des Berges gesehen.
Als wir ankommen, werden wir mit offenen Armen empfangen. Begeistert wird uns etwas über die Burg erzählt und dann können wir hineingehen.
Uns wird empfohlen einen Blick in den Brunnen zu werfen und das tun wir auch. Der ist mindestens 96 Meter tief. Wir befüllen einen Eimer, der dort am Wasserhahn steht und gießen das Wasser herunter. Für eine Weile hören wir nichts bis das Wasser endlich mit einem klatschenden Geräusch am Boden aufkommt.
Wir können auch das Licht im Brunnen mit einer Münze einschalten. Dann sehen wir auch, wie tief er ist. Schön ist auch das Rad, mit dem der Eimer früher heruntergelassen wurde. Was für ein toller Auftakt für den Besuch dieser Burg!
Der Rest der Burg ist auch sehr schön. In den verschiedenen Räumen gibt viele alte Besonderheiten. Diese sind nicht hinter Glas oder Seilen abgeschirmt, sodass wir überall hineingehen können.
So können wir uns die Folterausrüstung ansehen. Und ein Feuer in der Küche anzünden. Und sehen, was in den Särgen ist (einschließlich eines Skeletts!).
Müde vom Klettern auf die Türme (aber mit schöner Aussicht!), verlassen wir die Burg. Um dann in den nebenliegenden Biergarten zu gehen.
Dort gibt es auch ein Restaurant, welches bis 21 Uhr geöffnet hat. Nach unserem Bier wählen wir etwas Leckeres aus der Speisekarte. Da es etwas kühler geworden ist, gehen wir zum Essen rein. Und hier werden wir wieder positiv überrascht. Was für ein wunderschön eingerichtetes Restaurant hat die Burg Ronneburg! Mit Rüstungen und mittelalterlichen Waffen.

Wissenswertes

Die niederländische Familie Kuipers-van der Meer reist gerne und berichtet darüber in ihrem Blog – mit hilfreichen Tipps für Urlaube mit Kindern!

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