Zauberhafte Zufallsreise in Birstein

29. September 2017

Auf der Suche nach der Goldenen Perle…

von Silvia Bittner

Ich arbeite in der Tourist-Info der Gemeinde Birstein und werde oft gefragt, was denn Birstein – „die Perle zwischen Vogelsberg und Spessart“ – besonderes hat und was denn überhaupt die „Perle“ sei? Hier berichte ich dann immer, was Birstein neben der schönen Natur (Schloss, Schwimmbad, Radweg, etc.) zu bieten hat. Nach der gewissen „Perle“ suche selbst ich aber noch…

Da ich das Projekt Spessart im Glück – Eine zauberhafte Zufallsreise der Spessart Tourismus GmbH und die bisherigen Geschichten sehr spannend finde, möchte ich das auch mal für meine Heimatgemeinde Birstein ausprobieren. Vielleicht finde ich auf diesem Weg auch die „Perle“?

Ich habe also auf den Zufallsgenerator gedrückt und bekam passenderweise das Märchen „Die goldene Gans“ mit folgenden Schlüsselbegriffen angezeigt:
Gans„, „Wirtshaus„, „Pfarrer„, „Kette von Menschen„, „Gold„, „Wein„, „Kuchen„, „Baum„, „Zwerg„, „Axt„, „Holz

Diese Begriffe gilt es nun auf der Suche nach der Perle in Birstein zu entdecken und zu fotografieren. Bei einigen Begriffen habe ich natürlich sofort ein Bild vor Augen, bei anderen muss ich meine Kreativität etwas spielen lassen.

Im Wirtshaus „Zur Post“ gibt es am St. Martinstag, dem 11.11. immer das traditionelle Martinsgansessen. Auch das Restaurant Zum Alten Hofhaus bietet im Herbst das traditionsreiche Gänse Essen mit köstlichen Beilagen an.

Birstein hat drei schöne ausgeschilderte Wanderwege, aber auch viele Feld-, Wiesen- und Waldwege auf denen man auf Entdeckungsreise gehen kann. Ich laufe auf einem Feldweg von Birstein in Richtung Hettersroth und komme hier an einer Einzäunung mit unendlich vielen Gänsen vorbei. Auch Ziegen sind hier mit eingezäunt und ein Hund bewacht das außenstehende Anwesen akribisch.

Es ist schön anzusehen, dass bei uns „die Welt noch in Ordnung ist“ und sich die Tiere unter guten Bedingungen frei bewegen können.

Zum Begriff Gans fällt mir aber noch etwas ganz anderes ein und die freilaufenden Bio-Gänse werden wohl irgendwann einmal als leckeres Menü enden.

Auf der Suche nach einem Zwerg mache ich einen Abstecher nach Lichenroth in den Kindergarten. Dieser heißt wirklich „Zwergenstübchen“. Und siehe da, ein kleiner Zwerg ist hier schnell gefunden und bei der Frage nach der Menschenkette fassen sich meine kleinen Zwerge einfach an die Hände. Die Kinder freuen sich über meinen Besuch und zeigten mir, dass sie trotz nicht so schönem Wetter fröhlich miteinander spielen und einfach zusammen glücklich und zufrieden sind.

Gold gibt es bei uns natürlich auch zu sehen. Wir haben hier in Birstein ein wunderschönes Schloss, das bereits außen mit vielen Goldverzierungen bestückt ist. In unserem Schloss wohnen auch tatsächlich noch echte Adelige: der Prinz Alexander von Isenburg, die Prinzessin Dr. Sarah von Isenburg und zwei kleine Prinzessinnen. Ganz wie im Märchen….

Märchenhafte Bäume haben wir auch. Über welchen Baum ich in meiner Geschichte schreibe, konnte ich mich nicht entscheiden. Daher zeige ich Euch einfach mal verschiedene Variationen. Der prächtige Baum im Birsteiner Schlosspark mit Blick auf das Schloss, die Bäume rund um den Graf-Dietrichs-Weiher in Fischborn, die Bäume in unserem schönen Wald direkt am Vogelsberger Südbahnradweg zwischen Birstein und Hellstein oder eine der zahlreichen Linden, die unser Ortsbild prägen.

Guten Kuchen finde ich in den Cafés unserer örtlichen Bäckereien, wie hier zum Beispiel in der Bäckerei Papperts direkt am Vogelsberger Südbahnradweg.

Auch Wein findet man bei uns eigentlich überall. Im Wirtshaus, im Schloss, wahrscheinlich überall! Wir haben allerdings auch eine ganz besondere Weinscheune in Mauswinkel. Den Franzehof! Hier gibt es Weine, Fruchtseccos und das „Birsteiner Perlchen“ – ein Apfelsecco aus heimischen Früchten.

Einen Pfarrer habe ich bei meiner Reise durch Birstein nicht direkt getroffen. Allerdings kann ich den Vogelsberger Dom (eine durchaus große Kirche in Unterreichenbach) bewundern, die ihrer Größe wegen diesen Namen trägt. Hier findet man bei regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten natürlich auch den dazugehörigen Pfarrer, in unserem Fall eine Pfarrerin.

Eine Axt zum Holzhacken habe ich auch gefunden. Hier habe ich allerdings ein bisschen geschummelt (wir sind ja nicht im Märchen, wo zufällig kleine Männchen im Wald stehen und Holz hacken :-)). Der Holzblock wurde extra für mich bereitgestellt, damit ich dieses Foto machen konnte. Aber mit Holz und Axt habe ich sofort dieses wunderschöne Areal rund um die Themenscheune und Themenhütte in Fischborn verbunden. Hier ist einfach alles aus Holz aus eigener Hand gestaltet und Kaminholz wird hier natürlich oft benötigt. Die Tische in der Themenhütte sind aus Naturholz angefertigt und eine gemütliche Sauna in der Hütte ist gerade am Entstehen.

Da ich meine Begriffe in den verschiedenen Ortsteilen (Birstein hat 16 davon) gesucht habe, war ich natürlich auch zum Teil mit dem Auto unterwegs. Wer seine Reise zu Fuß unternimmt und entsprechend Zeit mitbringt, findet die meisten Begriffe aber sicher auch in nur einem Ortsteil.
Ich erwähnte zu Beginn, dass ich mich auf die Suche nach der besonderen Perle machen wollte. Eine Perle selbst, habe ich nicht gefunden. (Gibt es aber sicher in unserem Schmuckgeschäft an der Hauptstraße – dies war aber nicht die Aufgabe.)
Allerdings habe ich viele kleine Besonderheiten gefunden – und einfach nur das Glück hier in dieser Idylle leben zu dürfen. Vielleicht ist das Glück, das man hier findet, unsere Perle???
Um aber wieder die Verbindung zum Märchen zu finden – die guten selbstlosen Menschen, die auch gerne mal teilen, haben wir in Birstein ganz sicher.
Zum Abschluss mal ein paar Bilder, die ich ganz spontan von den kleinen Zwergen nach meinem Überraschungsbesuch bekam.

Geht doch einfach selbst mal mit eurem eigenen Märchen auf Entdeckungsreise durch Birstein. Mal sehen, was Ihr dabei für Perlen findet….

Zufallsreisender

Über

Spessart im Glück – Zufallsreisende sind neugierig, Märchenliebhaber und begeisterte Fotografen, die andere Wege gehen, um ihr Reiseziel auf eine besondere Art und Weise zu erkunden. Sie sehen Ihre Umgebung gerne mal mit anderen Augen und lassen sich gerne überraschen.

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