Zauberhafte Zufallsreise in Wächtersbach

3. September 2018

Schneeweißchen und Rosenrot im historischen Wächtersbach

von Alexandra

Jeden Tag fahre ich auf dem Weg zur Arbeit mit dem Zug an Wächtersbach vorbei. Ich bin neugierig und möchte den Ort kennenlernen, so dass ich beschließe einfach mal an der Haltstelle auszusteigen, um den Ort genauer zu erkunden. Dabei bietet sich die zauberhafte Zufallsreise an, um die Stadt von einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Durch den Zufallsgenerator wird mir das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ ausgelost. Na dann mal los in eine märchenhafte Reise durch den mir unbekannten Ort…

Kaum steige ich aus dem Zug aus, stolpere ich direkt über die ersten Wörter. Unter einem Wegweiser für unter anderem eine Apotheke mit einer „roten Rose“ als Logo, wachsen kleine nahezu „weiße Rosen“. Also schnell die Kamera gezückt und ein Beweisbild davon gemacht, bevor es bei schönem Sommerwetter durch das ruhige Wohngebiet geht. Inmitten eines Vorgartens wimmelt es nur so an märchenhaften Figuren: „Zwerge“ suchen hinter einem Stein ein bisschen Schutz vor der strahlenden Sonne und zwei junge Rehe spielen wie „zwei hübsche Schwestern“ im Gras.

Anschließend führt mein Weg weiter in die Wächtersbacher Altstadt. In den historischen Fachwerkhäusern, die mit engen Gassen durchzogen sind, bieten kleine Läden ihre Keramik, Geschenke oder andere schöne Gegenstände an. In der Nähe des historischen Rathauses erhebt sich dann auch das Schloss Wächtersbach mit seinen dazugehörigen Gebäuden. Besonders hübsch ist das mit Efeu bewachsene Prinzessinnenhaus. Wenn man dort genauer durch die Fenster hineinschaut, kann man auch den „Prinzen“, der die Hausherrin (verbotenerweise) besucht, erspähen.

Der Schlossgarten lädt anschließend zu einem kleinen Spaziergang ein. An einem kleinen Teich ist ein bereits entdeckter Begriff zu sehen: es blüht dort ein großes Rosenmeer. Und wenn man genauer bis zum anderen Ende des Ufers blickte, entdeckt man ein kleines Häuschen im Teich, welches offensichtlich den Zwergen gehört.

Dank der guten Beschilderung am Haus des Wächtersbacher Verkehr- und Gewerbevereins ist der angrenzende Wächtersbacher Wald ideal, um den Spaziergang zu verlängern. Bei dem sommerlichen Wetter ist dies eine angenehme kühle Aktivität. Auf den engen Wegen bin ich sehr froh, dass mich nicht der „Bär“ aus dem Unterholz überrascht. Zahlreiche ausgezeichnete Wanderwege laden hier auch ein die umliegenden Dörfer und ruhige Natur zu entdecken.

Am Ende des Weges erspähe ich durch die Bäume noch die verlassene „Hütte am Waldrand“, die schon fast von der Natur zurückgeholt wurde. Bäume ranken aus dem Dach und Büsche schauen aus dem Fenster hervor. Hier hört man kaum einen Laut, lediglich der Bach plätschert leise am Haus vorbei. Nach einem kurzen Moment der Ruhe geht es wieder zurück in die Altstadt. Es gilt ja noch den letzten Begriff zu finden!

Nachdem ich schon in der ganzen Stadt überall die schönen blühenden Rosen entdeckt habe, ist es auch einfach, den letzten Begriff „Rosenbaum“ am Ende der Altstadt zu finde. Da die süßen Gässchen zum Verweilen einladen, hole ich mir mein wohlverdientes Eis und genieße die Blütenpracht in der Stadt. Ein sehr gelungener Ausflug!

Anfangs hätte ich nie gedacht, dass Wächtersbach mit seinen ganzen Rosen in den verschiedensten Farben so gut zu Schneeweißchen und Rosenrot passt und ich tatsächlich alle Schlüsselbegriffe finde! Zum Glück habe ich meine Pendlerstrecke einmal unterbrochen und bin in die blühende Stadt Wächtersbach eingetaucht.

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