Das besondere Fahrradmuseum

26. Juni 2019

Die ganze Welt des Radelns in der Pedalwelt in Heimbuchenthal

Es war ein sonniger Samstagnachmittag, an dem wir beschlossen, endlich die Pedalwelt aufzusuchen. Mein Freund und ich sind schon immer begeisterte Radfahrer. Als wir von der Neueröffnung am 19. Mai 2019 hörten, war klar, dass wir uns einen Besuch nicht entgehen lassen.

Dort angekommen, waren wir begeistert von dem modern gestalteten Museumsbau und dem umgebenden Areal mitten im Grünen. Unser Auto konnten wir ganz bequem am Museum abstellen. Direkt am Gebäude gibt es eine asphaltierte Fläche, die es den Besuchern erlaubt, sich auf ganz ausgefallenen Fahrrädern auszuprobieren. Das hat mich sofort gepackt, als ich davon erfuhr! Bevor es jedoch ans Testen ging, schauten wir uns erst einmal die Ausstellung an…

Ulrich Teige, der Gründer und 1. Vorsitzender des Fördervereins, hat uns freudig in Empfang genommen. Auf ihn und seine Partnerin geht die Sammlung der Fahrräder zurück. So war es für uns etwas ganz Besonderes, von ihm durch die Ausstellung geführt zu werden.

Ulrich Teige auf dem kleinsten Rad

Es gibt die skurrilsten Räder mit den verschiedensten Antriebsarten, Formen und Größen. Bei den Kleinsten reichte der Lenker nicht einmal bis zu meinem Knie. Wir wussten gar nicht, dass ein Fahrrad auch ohne Kette funktionieren kann. Oder, dass man auch durch Reit- und Ruderbewegungen ein Fahrrad bewegen kann. Manchen Objekten sah man auf den ersten Blick gar nicht an, dass es sich dabei um kettenbetriebene Liegefahrräder handelte, weil das umgebende Gehäuse einem Mini-Raumschiff glich. Ein anderes Fahrrad hatte so einen besonderen Rahmen und ausgeprägte Schutzbleche, wie ein Motorrad …habe ich das „Amphibien-Fahrrad“ schon erwähnt, mit dem man ganz elegant ins Wasser gleiten kann?

Jedes einzelne Ausstellungsstück ist ein Unikum für sich und hat seine Geschichte. Ulrich sprudelte bei seinen Erzählungen vor lauter Begeisterung und zog uns sogleich in seinen Bann. Schließlich sind alle Fahrräder fahrbereit und es gibt keins, dass er selbst nicht fahren kann – wie er uns sogar am kleinsten Modell demonstrierte. Mir hat das Reit-Fahrrad am meisten Spaß gegeben. Aber liegend und rudernd zu radeln, war auch eine wirklich geniale Erfahrung!

Ulrichs Frau hat die Ausstellung mit viel Liebe fürs Detail dekoriert. Bestes Beispiel ist ein Fahrrad, bei dem jedes Element mit Wolle überstrickt wurde.

Unser Fazit: Das schreit nach Wiederholung!

…zumal Ulrich Teige plant, einzelne Ausstellungsstücke von Zeit zu Zeit mit neuen Modellen zu tauschen, die er noch in Petto hat. Es bleibt also spannend!

Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Pedalwelt:

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