Winterwanderung im Schnee

20. Januar 2021

Winterwanderung im Spessart

von Malin Plöger

Die aktuelle Situation ist für viele von uns mit merklichen Einschränkungen verbunden. Keine Veranstaltungen, keine Urlaube und auch keine Ausflüge. Umso dankbarer bin ich, dass ich das Glück habe einen so vielfältigen und wundervollen Naturraum direkt vor der Haustür zu haben. Auf unseren täglichen Spaziergängen entdecken mein Hund Shaddy und ich immer wieder neue Wege und Besonderheiten im Spessart und mir wird vor allem in der jetzigen Zeit mehr und mehr bewusst, was für ein wertvolles Geschenk es ist, hier zu leben.
Mit diesem Beitrag möchte ich euch an meinem Glück teilhaben lassen. Begleitet Shaddy und mich auf unserer kleinen Winterwanderung im Spessart und lasst euch von der Schönheit der verschneiten Landschaft verzaubern.

Vereister Wiesbüttsee

Für unsere heutige Tour habe ich die Spessartspur „Wiesbüttmoor und Flörsbacher Panorama“ herausgesucht. Der etwa 7,5 Kilometer lange Rundwanderweg startet an einem Parkplatz in der Nähe des Wiesbüttsees im schönen Flörsbachtal. Dort angekommen müssen wir zunächst innehalten und den märchenhaften Anblick des Sees genießen, der aufgrund der frostigen Temperaturen von einer dünnen Eisschicht bedeckt ist.

Schneenase

Die Schneefälle der vergangenen Tage haben die Landschaft ringsherum mit einer weißen Schneeschicht überzogen – sehr zur Freude meiner vierbeinigen Begleitung.
Voller Begeisterung springt sie umher und taucht ihre neugierige Hundenase tief in die kühle Pracht.
Als sie den Kopf wieder hebt, ist ihre Schnauze rund um die Nase von einem weißen Kranz umrahmt.
Ein Anblick, der mich unmittelbar zum Lachen bringt.

Gut gelaunt ziehe ich meinen Schal etwas enger um den Hals, nehme einen tiefen Atemzug von der frischen Winterluft und mache mich auf den Weg. Shaddy, die schon ein Stück voraus gelaufen ist, dreht sich zu mir um und schaut mich an als wollte sie sagen:“ Hey, wo bleibst du denn? Können wir jetzt endlich mal los?“

Zauberhafte Schneelandschaft

Der Weg führt uns zunächst ein ganzes Stück durch den Wald, wo es mal bergauf und mal bergab über breite Forstwege und schmale Pfade geht. Der Himmel ist klar und vereinzelt bahnen sich zaghafte Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Bäume. In ihrem Licht glitzert der Schnee so zauberhaft, dass ich versuche die Szene mit meiner Kamera festzuhalten. Doch immer wieder tappt mein ungeduldiger Hund durchs Bild. Ich gebe es schließlich auf.

Nach einer Weile lichtet sich der Wald oberhalb von Flörsbach und es ergeben sich herrliche Panoramablicke über die verschneite Landschaft.
Auf einer Wiese nicht weit entfernt vom Wanderweg, bestaune ich einen Schneemann, dessen Gesicht eine große Karotte ziert. Auch Shaddy hat den seltsamen Zeitgenossen entdeckt und beäugt ihn misstrauisch. Nachdem die eigenartige Gestalt nach einem kurzen Blickduell jedoch nicht zum Angriff übergeht, wird sie als ungefährlich eingestuft und nicht weiter beachtet.

Es dauert nicht mehr lange und wir kommen zurück an den Ausgangspunkt unserer Tour. Etwas durchgefroren aber glücklich machen wir uns auf den Heimweg. Jetzt freue ich mich auf eine warme Tasse Tee!

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