Zauberhafte Zufallsreise in Maintal

25. November 2020

Unterwegs mit dem gestiefelten Kater

von Alexa Bayer

Es ist ein sonniger Samstagmorgen und ich bin viel früher wach als erwartet. Die warme Herbstsonne scheint mir durch das Fenster ins Gesicht und kitzelt meine Nase. Mein nächster Termin ist erst in 4 ½ Stunden und was mache ich bis dahin? Ich entscheide mich dafür, einen Spaziergang im Maintaler Wald zu machen, denn dort war ich noch nicht ein Mal, obwohl dieser nur 15 Minuten von mir entfernt liegt. Dennoch könnte ich mir diesen Spaziergang etwas spannender machen und da fällt mir die „Zauberhafte Zufallsreise“ ein. Schnell öffne ich die Seite „Spessart im Glück“ und lasse mir ein Märchen generieren, welches mich heute Früh begleiten soll: „Der gestiefelte Kater“. Ich bin gespannt, ob ich einige der Schlüsselbegriffe des Märchens, wie Kater, Stiefel oder Mühle, Rebhuhn, See oder Kutsche im Maintaler Wald entdecken kann.

Angekommen am Waldrand in Maintal Bischofsheim beginnt auch schon mein Spaziergang durch den farbenfrohen Herbstwald. Mit meinen Wanderschuhen stapfe ich durch das Herbstlaub und lausche den Vögeln an diesem Morgen. Die Sonne scheint sehr warm auf die rotbraunen Blätter und ich verliere mich in dem Anblick der Baumkronen. Abrupt bleibe ich stehen, als ich einen Unterstand entdecke, welcher als Mühle dienen könnte, falls ich kein ähnliches Bauwerk finden sollte.

„Gänseweiher“

Ein paar Meter weiter erscheint vor mir ein verwunschener Weiher. Perfekt, denke ich. Das ist mein „See“, der mir als Wortsuche vorgegeben wurde. Was eine Idylle. Gänse und Enten schwimmen entspannt über den großen Spiegel des „Gänseweihers“, in welchem der Wald in seiner Farbenvielfalt reflektiert wird. Moment mal, denke ich, Gänse sind eine Vogelart, also entscheide ich mich dafür das Rebhuhn gefunden zu haben.

Es ist wunderschön hier. Nach kurzem Verweilen setze ich mich wieder in Bewegung und gelange tiefer in den Wald. Entlang der Waldwege gehe ich mit einem ganz anderen, deutlich aufmerksameren Blick durch den Wald. Welche Worte kann ich hier, umgeben von Bäumen, entdecken?

Entschuldigung, wäre es für Sie in Ordnung…?

Plötzlich kommt mir eine junge Dame entgegen, die hohe Stiefel trägt und mir somit das Bild zu dem wohl wichtigsten Wort ermöglichen könnte. Ich frage sie, ob ich ihre Stiefel fotografieren darf und sie platziert sich auf einem Baumstamm für ein Foto. Ich erzähle ihr von meiner Mission und sie scheint ganz angetan – vielleicht gibt es bald noch mehr Zufallsreisende!

Mit Blick auf meine Liste stelle ich fest, dass ich nun eine Mühle, einen See, das Rebhuhn und die Stiefel gefunden habe. Da entdecke ich eine der typischen Baumstammansammlungen im Wald und lege durch einen schiefgelegten Kopf fest, dass diese Baumstämme nun meine Kutsche werden würden.

Ein König…

An einer Stelle im Wald stoße ich auf einen Bereich, der vorwiegend mit Nadelbäumen bestückt ist, doch mittendrin findet sich ein einziger Laubbaum, der sich gegen all die Nadelbäume behauptet hat und dort standhaft seinen Platz hält. Ein wahrer König dieser Laubbaum.

Langsam neigt sich meine Spazierrunde dem Ende zu und ich bin immer noch eifrig am Suchen, ob sich nicht doch noch etwas auf den letzten Metern finden lässt. Und siehe da, vorbei an ein paar Buchen brauche ich meinen Blick nur zum Boden zu senken und ich entdecke viele, viele Bucheckern. Ob das nun meine Samen sind? Ich denke schon.

Auf dem Rückweg denke ich noch über den Begriff Sack nach und sehe auf einmal einen Mülleimer, der mit einem Müllsack gefüllt ist. Hier ist mein Sack, in welchen jeglicher Müll geworfen werden kann, damit die Natur und unser Wald nicht selbst zum Mülleimer werden.

Glücklich und erholt laufe ich zurück zu meinem Ausgangspunkt und starte fröhlich in den Samstag.

Du hast auch Lust auf eine Zufallsreise bekommen? Dann schau‘ auf folgender Seite vorbei und starte in Dein eigenes Märchenabenteuer im Spessart.

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