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veröffentlicht am 10.05.2023

Mein Tag im SOS-Kinderdorf Hohenroth

Besonders geeignet für:

Auf diesen Tag im Wonnemonat Mai freue ich mich schon lang – mein Besuch bei der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth steht auf dem Plan. Ich bin mit Mario Kölbl, dem Leiter der Einrichtung verabredet und sehr gespannt, was mich erwartet. 


 

Entspannte Ankunft und herzliche Begegnungen in Hohenroth

Ich komme ein wenig früher als geplant in Hohenroth an und so nehme ich mir die Zeit, den Ort auf mich wirken zu lassen. Hohenroth liegt landschaftlich sehr malerisch und idyllisch auf Gemündener Gemarkung, unmittelbar angrenzend an Rieneck. Kühe grasen dort entspannt junges Grün auf der Weide.

Ich steige aus meinem Auto aus und sofort spricht mich Rainer, ein Bewohner, direkt an. Er ist sehr freundlich und verrät mir auf meine Nachfrage hin gleich, wo ich Herrn Kölbl, den hier alle Mario nennen, finden kann. Rainer führt mich direkt zur Verwaltung, die mitten im Dorf unweit von Tierstallungen liegt. 

 

 

An den Ställen bin ich ganz fasziniert von den vielen Schwalben, die dort rege ein und aus fliegen, als ein Bewohner Futter für drei Zwergkaninchen bringt. Und dann kommt Sascha auf mich zu. Er lebt hier schon ein paar Jahre und erzählt mir, dass er im Kuhstall arbeitet und bei Festen und den hiesigen Kräutertagen aktiv unterstützt. Fußball ist seine Leidenschaft. 

Mit seinem vierrädrigen Tret-Fahrzeug gesellt sich noch ein Bewohner zu uns, der zufällig auch Rainer heißt, wie mein erster Gesprächspartner. Er arbeitet in der Gärtnerei. Dann wird mir Tanja vorgestellt, die im Hofladen des SOS Kinderdorf arbeitet und mit einem Rollwagen Brot als Nachschub für den Verkauf holt.

 

 

 

Hohenroth live - aktives Dorfleben und gelebte Gemeinschaft

Glücklich über die vielen freundlichen Begegnungen treffe ich bald darauf Mario Kölbl. Er gibt mir einen Einblick in das Leben und Wirken der quirligen Dorfgemeinschaft. In der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth leben und arbeiten insgesamt 163 Menschen mit Behinderung und es sind am Standort insgesamt 190 Mitarbeiter beschäftigt. Die Menschen mit Behinderung leben hier überwiegend in Hausgemeinschaften mit sieben bis neun Bewohnern, die von einer „Haus-Mutter“ und einem „Haus-Vater“ betreut und versorgt werden. 

 

 

Was hier täglich geleistet wird, ist wirklich beeindruckend: Zu der gesamten SOS-Dorfgemeinschaft, die 1978 aus einem alten Hofgut gegründet wurde, gehören heute eine Schreinerei und Holzwerkstatt, eine Metallwerkstatt, eine Weberei und Textilwerkstatt, eine Kerzenwerkstatt, ein Kräutergarten, eine Gärtnerei, eine Abteilung für Landschaftspflege mit Brennholzvermarktung, eine Landwirtschaft mit Milchkühen und ihren Kälbern, Pferden, Ziegen, Eseln und Zwergkaninchen, eine Molkerei, eine Bäckerei und Konditorei sowie ein Café mit angeschlossenem Hofladen, wo auch das alles angeboten wird, was vor Ort produziert wird. Der Betrieb verfügt über 100 Hektar Äcker, Wiesen und Wald und es gibt noch einen Theatersaal mit Bühne und Konzertflügel für hauseigene Aufführungen und kulturelle Veranstaltungen. Auch ein eigenes behindertengerechtes Altenheim ist hier für die Bewohner aus Hohenroth entstanden. 

Als wir Werkstatt für Werkstatt besichtigten, werde ich von allen Seiten herzlich begrüßt und ich treffe auf viele neugierige Blicke. Es begeistert mich total, wie vielfältig das Dorf und seine eigenen Erzeugnisse sind. Die Produktpalette reicht von handgefertigten Alltagsgegenständen, Deko-Elementen und Geschenkartikeln aus Holz und Metall über Molkereierzeugnisse, Stoffe und Tücher, Kissen, Taschen und Bienenwachsprodukte bis hin zu Backwaren, Essigen, Gewürzen, Feuerschalen, Pflanzen und vielem mehr.

 

 

Ein denkwürdiger Tag mit vielen positiven Eindrücken

Es ist wunderbar zu sehen, welche Möglichkeiten diese Dorfgemeinschaft ihren Bewohnern bietet. In den kurzweiligen Gesprächen erfahre ich, dass die Menschen hier mit ihrem Leben und ihren Aufgaben richtig zufrieden sind. Genau so soll es doch sein.

Den krönenden Abschluss meines Besuchs bildet ein richtig gutes Stück Rhabarber-Kuchen im Café der Dorfgemeinschaft zusammen mit einem Pott Kaffee. Und dann kann ich es mir vor der Abfahrt nicht verkneifen, noch diese wunderbare Schachbrettblume zu kaufen, die mir beim Rundgang durch die Metallwerkstatt ins Auge gefallen ist. Sie ist mein bleibendes Erinnerungsstück an diesen herrlichen Besuch in der Dorfgemeinschaft Hohenroth.

 

 

Alle Informationen zum SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth hier. 


 

Tourismusverband Spessart Mainland e.V.

Contact person

Industriering 7, 63868 Großwallstadt, Deutschland

+49 6022 261020

info@spessart-mainland.de

https://www.spessart-mainland.de

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